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So ist der Mailänder Dom gebaut

Gotik aus Marmor in einer Backsteinstadt, und die Dombauhütte arbeitet immer noch daran.

  • Candoglia-Marmor
  • 135 Spitztürme
  • 55 Buntglasfenster
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Kurz gesagt

  • Der Mailänder Dom ist aus Candoglia-Marmor gebaut, nicht aus dem in der Lombardei üblichen Backstein.
  • Bis 1920 kam der Marmor auf dem Wasserweg in die Stadt.
  • Am Bau stehen 135 Spitztürme, über 3.400 Statuen, 150 Wasserspeier und 96 Giganten.
  • Die Fassade wurde erst zwischen 1807 und 1813 vollendet, die Türen stammen aus den Jahren 1909 bis 1965.
Das Maßwerk eines großen Apsisfensters an der Außenseite des Mailänder Doms.
Zairon · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Marmor statt Backstein

Mailand baute traditionell mit Backstein. Dass der Dom weiß-rosa schimmert, geht auf eine einzige Entscheidung zurück: Gian Galeazzo Visconti setzte auf Marmor aus Candoglia und überließ der Veneranda Fabbrica, der Mailänder Dombauhütte, am 24. Oktober 1387 den Steinbruch. Candoglia gehört zur Gemeinde Mergozzo im Piemont, weit weg von der Baustelle.

Der Weg des Marmors führte über den Toce in den Lago Maggiore, dann über den Ticino und den Naviglio Grande bis zu den Anlegestellen bei Sant'Eustorgio. Bis 1920 kam der Stein so nach Mailand. Wer heute an den Navigli entlangläuft, folgt der einstigen Lieferroute des Doms.

Die Fassade: ein Puzzle aus Jahrhunderten

Wenn du vom Platz auf die Fassade blickst, siehst du kein einheitliches Werk. Erst am Vorabend von Napoleons Krönung zum König von Italien kamen neue Arbeiten in Gang, vollendet wurde sie 1807 bis 1813. Die Türen folgten noch später, zwischen 1909 und 1965.

Die lange Bauzeit erklärt die Stilbrüche, die dir auffallen werden. Und sie steckt im Mailänder Sprachgebrauch: Die „fabbrica del Duomo“ steht sprichwörtlich für etwas, das nie fertig wird.

Das Dach als eigener Bauteil

Von unten wirkt der Dom wie ein Wald aus Spitzen. Oben verstehst du, wie er funktioniert. Die Fabbrica zählt 135 Spitztürme, die meisten rund 17 m hoch. Dazu kommen über 3.400 Statuen, 150 Wasserspeier, 96 Giganten und 410 Konsolen. Die Wasserspeier leiten das Regenwasser ab.

Marmorstatuen auf gemeißelten gotischen Spitztürmen vor klarem blauem Himmel.
Terragio67 · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Darüber erhebt sich der Hauptturm mit der Madonnina auf 108,5 m. Wer die Konstruktion sehen will, nimmt die Dachterrassen statt des reinen Innenraums.

Apsis und Orgel

Die Apsis erkennst du schon von außen am Maßwerk ihrer großen Fenster. Was du drinnen nicht verpassen solltest, steht unter Innenraum.

Das Maßwerk eines großen Apsisfensters an der Außenseite des Mailänder Doms.
Zairon · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Die Orgel von Mascioni und Tamburini aus dem Jahr 1938 hat 15.800 Pfeifen. Die Fabbrica nennt sie die größte Italiens, die zweitgrößte Europas und die siebtgrößte der Welt.

Bis heute Baustelle

Der Marmor verwittert, also endet die Arbeit nie. 2016 begann die Restaurierung von Tiburium und Kuppel, zuletzt wurde auch der Nordarm des Querschiffs instand gesetzt. Rechne damit, dass ein Teil des Baus eingerüstet ist. Finanziert wird das auch durch Spenden, etwa über Get your Spire, das 2012 als Aktion zur Patenschaft für einzelne Spitztürme startete.

Die Reihenfolge der Bauphasen steht in der Geschichte des Doms.

Tickets und Preise

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Partnerpreise werden täglich aktualisiert; verbindlich ist der Preis beim Bezahlen.

Häufige Fragen

Warum ist der Mailänder Dom aus Marmor?
Gian Galeazzo Visconti entschied sich für Candoglia-Marmor statt des traditionellen lombardischen Backsteins und überließ der Fabbrica am 24. Oktober 1387 den Steinbruch.
Welcher Baustil ist der Mailänder Dom?
Im Kern ist er gotisch, der Bau hat aber Jahrhunderte gedauert. Deshalb trägt die Fassade auch Spuren späterer Epochen.
Wie groß ist der Mailänder Dom?
Für Länge, Breite und Fläche haben wir keine offizielle Angabe der Fabbrica gefunden, und die Zahlen anderer Quellen weichen voneinander ab. Deshalb nennen wir hier keine.
Wird der Dom noch restauriert?
Ja. Die Fabbrica arbeitet laufend am Bau, unter anderem begann 2016 die Restaurierung von Tiburium und Kuppel, zuletzt wurde auch am Nordarm des Querschiffs gearbeitet.

Quellen

Angaben geprüft am 4. November 2026.

  • Veneranda Fabbrica del Duomo, La Cattedrale
  • Veneranda Fabbrica del Duomo, Steinbruch von Candoglia
  • Veneranda Fabbrica del Duomo, Seite Terrazze
  • Veneranda Fabbrica del Duomo, Get your Spire
  • Veneranda Fabbrica del Duomo, Orgel des Doms

Unabhängiger Guide: Wir sind weder die offizielle Website des Doms noch die Veneranda Fabbrica.

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